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Fuchsjagd 2013

Flucht nach vorn kaum möglich
Josefina "Fixe Finni" Burmester die wohl jüngste Fähe des RFV Dannenberg

dam Dannenberg. „Fuchs floh über die Felder“ - dies war hier vor genau 30 Jahren die Schlagzeile, als Christa Westermann Fähe des Reit- und Fahrvereins Dannenberg wurde. Die Dannenbergerin hatte bei Kähmen Irene Rippke die Lunte entrissen. Über die Felder fliehen wollte am Sonntag nahe des Dannenberger Conti-Werks auch Nanette Kaiser, die gemeinsam mit Christa Westermann die diesjährige Fuchsjagd ausrichtete. Doch Kaiser kam nicht weit, als sie ihre sichere Deckung verließ: Schon nach wenigen Sekunden hatte Josefina Burmester die Schulter ihrer Reitlehrerin erreicht, zog die Trophäe ab und ließ ihr Pferd am langen Zügel weiter galoppieren. Viele Zuschauer, unter ihnen auch die Eltern der 15-Jährigen aus Hitzacker, konnten es erst realisieren, als „Fine“ dicht an ihnen vorbeiritt und die Lunte jubelnd in die Höhe reckte. Damit geht Josefina Burmester als die wohl jüngste Dannenberger Fähe in die Vereinsgeschichte ein.

Sie wird gemeinsam mit Lea-Marie Tapper aus Penkefitz im Oktober 2014 die Reiterfelder anführen. Tapper ist die neue Ponyfähe. Und diese Ehre musste sie sich hartnäckig erkämpfen. Wo für Burmester ein kurzer Sprint reichte, musste sie ihr Pony zum Langstreckenlauf animieren. Denn Fähe Lara Hahlbohm ritt immer wieder große Schleifen und konnte ihre Verfolger dadurch lange auf Abstand halten.


Josefina Burmester (r.) hat gut lachen. Schon nach wenigen Sekunden hat sie am Sonntag auf einem Feld bei Dannenberg ihrer Reitlehrerin Nanette Kaiser (l.) die Lunte entrissen.


Die neuen Fähen Josefina Burmester (2. v. l.) und Lea Marie Tapper haben Vorjahresponyfähe Lara Hahlbohm (r.) sowie Nanette Kaiser, die die Jagd in der Reitschule Dannenberg ausrichtete, die Lunten abgejagd.

Neben diesen sehr unterschiedlichen Hatzen hatten die zahlreichen Zuschauer zuvor einen schönen jagdlichen Ritt zwischen Dannenberg, Pisselberg und Predöhlsau erleben dürfen. Familie Lange aus Predöhlsau hatte die Strecke ausgearbeitet und dazu viele der zu überreitenden Flächen zur Verfügung gestellt. Als „besonderen Moment“ bezeichnete Nanette Kaiser bei der Kaffeetafel den gemeinsamen Aufmarsch der 36 Reiter auf dem Marktplatz, wo Jagdgesellschaft und Zuschauer vom stellvertretenden Bürgermeister Norbert Schwidder begrüßt wurden. Sowohl er als auch RFV-Vorsitzender Jörg-Ulrich Stute gingen in ihren kurzen Ansprachen auf den Aspekt „Pferdefreundliche Region“ ein. 2006 hatte die Samtgemeinde Elbtalaue diesen Bundestitel verliehen bekommen. Nun ist für die Kommune eine erneute Bewerbung möglich. Sollte das Projekt auf Stadt- oder Samtgemeindeebene für den Titel 2014 angegangen werden, sagte der RFV-Vorstand auch später bei der Kaffeetafel, an der Bürgermeisterin Elke Mundhenk teilnahm, seine erneute Unterstützung zu. Mundhenk lobte die Reiter an diesem Tag vor allem dafür, dass mit einer Veranstaltung wie der Fuchsjagd Traditionen bewahrt werden.

Diese hatte am Freitag bei einem Vortrag von Fritz von Blottnitz auch schon im Mittelpunkt gestanden. Der passionierte Jagdreiter gab in Dannenberg einen Einblick in diesen Part des Pferdesports, mit dem die hiesigen Vereinsjagden kaum zu vergleichen sind. Das Jagdreiten ist in der Pferdeszene mit verschiedenem Brauchtum und Etikette noch einmal eine eigene Welt. Aber die Regularien beim Reiten durch Feld und Flur, die sind gleich. Von Blottnitz hobt die Tugenden Umsicht, Rücksicht und Zurückhaltung besonders hervor. So darf zur Sicherheit aller niemand seine Position verlassen, nicht überholen und keinesfalls den Weg eines anderen Reiters kreuzen. In der Praxis am Sonntag wurde dies gut umgesetzt. „In beiden Feldern wurde außerordentlich diszipliniert geritten“, bestätige Stute, der sich freute, dass alle wohlbehalten zurückgekehrt waren.

Quelle: "Elbe-Jeetzel-Zeitung/Aufn.: D. Muchow"