Jubel über den zweiten Platz
Schulpferdecup: Gastgeber Dannenberg für Halbfinale
qualifiziert
dam Dannenberg. Als die vier Dannenberger Reiter von
Richterin Nina Jung auf den zweiten Platz gerufen wurden, wirkten
sie zufrieden, aber dennoch ein wenig zerknirscht. Kein Ticket zum
Halbfinale des diesjährigen Schulpferdecups gezogen. Denn bei einer
Qualifikation wie in der Dannenberger Reitschule mit weniger als
zehn Teams ist nur der Sieger weiter.
Umso größer war der Jubel bei Anna und Lisa Ellerhausen,
Josefina Burmeister, Julia Niebuhr und Mannschaftsführerin Nanette
Kaiser, als diese erfuhren, dass die siegreiche Mannschaft des
Reitvereins Elmshorn bereits für das Semi-Finale des
Bundeswettbewerbs zugelassen ist. Das heißt: Die Dannenberger
rücken nach. „Wir haben eine Qualifikation in Schleswig-Holstein
gewonnen. Heute sind wir noch einmal an den Start gegangen, um
Routine zu sammeln. Denn das Team ist neu, alle Reiterinnen erst
zwölf Jahre alt“, erklärte Mannschaftsführerin Ulrike Dose-Dibbern
aus Elmshorn, als ihre Schützlinge Jenny Rudolph, Finja Bertels,
Julia Schuff und Aileen Ott über den erneuten Sieg strahlten.
164,1 Punkte hatte das Team in den Teilbereichen Dressur,
leichter Sitz, Springen, Vormustern eines Pferdes sowie Theorie und
Gesamteindruck gesammelt. Alle Einzelnoten waren über 7,0 gewesen.
Aileen Ott hatte mit 8,1 die beste Dressur des Tages gezeigt. Beste
Noten im Springen (7,8) und leichter Sitz (8,0) hatte die
Dannenbergerin Josefina Burmeister erhalten. Beide Teams holten mit
jeweils 7,8 die höchste Punktzahl bei der Qualifikation mit sechs
Teams im Vormustern eines Pferdes. Das Team Dannenberg sammelte
insgesamt 154,8 Punkte.
Platz drei ging an die Vorjahressieger des Wettbewerbes in der
Reitschule, den Reitverein Salzwedel. Dort standen am Ende 151,8
Punkte auf dem Konto. Nur knapp dahinter rangierten die Altmärker
des Reitvereins Dammkrug-Güsselfeld. Das Team vom Hof Becker aus
Oyten bei Bremen wurde mit 145,4 Punkten Fünfter. Platz sechs ging
an das zweite Team der Reitschule Dannenberg mit 144,8 Punkten.
Andre Schulz, Miriam Weber und Johanna Schröder waren nur zu dritt
an den Start gegangen, so dass bei ihnen alle Noten zählten. Bei
allen anderen Mannschaften wurde in den Disziplinen jeweils das
schlechteste Ergebnis gestrichen.
„Alle Teams waren gut vorbereitet und haben sich auch beim
Herausgebrachtsein von Reiter und Pferden viel Mühe gegeben“,
bilanzierte Richterin Nina Jung aus Bad Bevensen, die am Sonntag
erstmals eine Schulpferdecup-Qualifikation richtete. Vor allem das
Vormustern eines Pferdes hätten alle gut einstudiert. Schon am
Morgen in der Dressur habe sie ansprechende Vorstellungen gesehen.
„Herausragend präsentierte sich dabei der Reitverein Elmshorn“, so
die Richterin. Insgesamt hätten sich alle Teams im Springen noch
einmal gesteigert. Vor allem das später zweitplatzierte Team aus
Dannenberg holte dabei mit Noten über 7,0 nochmal kräftig auf.
Dieses kann nun auf die gezeigten Leistungen aufbauen und sich auf
das Halbfinale vorbereiten, das für die Dannenberger entweder in
Hoya oder Verden stattfinden wird.

Schulpferdecup: Vierter Platz im Bundesfinale
Dannenberger Reiter zeigten sich vor mehreren tausend Zuschauern konzentriert
und souverän
dam Dannenberg/Essen. 1.040 Reiter in 260 Teams und 34 bundesweite
Qualifikationsprüfungen. Das ist die Bilanz des FN-Schulpferdecups 2008/2009.
Auf der Equitana in Essen maßen sich die acht besten Mannschaften aus ganz
Deutschland. Mit von der Partie: Ann-Kathrin und Antoinette von Prittwitz, Juli
Biemann und Gerold Molsen. Das Team der Reitschule Dannenberg unter Leitung von
Nanette Kaiser hatte es erstmals in die Endrunde geschafft und durfte sich dort
über einen guten vierten Platz freuen. Wenige Zähler trennten sie von einem
Platz auf dem Treppchen. Die Dannenberger hatten am Ende ein Gesamtergebnis von
154,9 Punkten. Die unmittelbare Konkurrenz auf Platz drei hatte nur 1,2 Punkte
Vorsprung.
„Keiner hatte damit gerechnet, dass wir es unter die besten Acht schaffen
würden, daher zählte für uns im Finale vor allem dabei zu sein“, berichtete
Nanette Kaiser. Die Trainerin war überaus zufrieden mit den Leistungen ihrer
Reitschüler: „Sobald sie auf ihren Pferden saßen, waren die vier höchst
konzentriert und souverän.“ Dazu trug auch die tatkräftige Hilfe von Kathrin
Strathusen, Simone Fröhlich und Iven Matthiessen bei, die sich um Pferde und
Ausrüstung kümmerten und damit Reitern und Trainerin in der Vorbereitungsphase
den Rücken freihielten. Dank gilt auch der Scharnebecker Mühle, die Schabracken
und Futter für die Pferde bereit stellte sowie Bernd Leitner von Wendland
Reitsport für die Unterstützung in Sachen Ausrüstung.
Besonders gut war die Dressurvorstellung, die hatte im Training nämlich nie
nicht so geklappt wie im Finale, betonte die Reitlehrerin. Dort erhielt
Antoinette von Prittwitz mit 8,5 die höchste Wertnote des Tages. Schwester
Ann-Kathrin fuhr für das Team eine 8,4 im Springen ein. Und in der
Theorieaufgabe, die das Kleeblatt gemeinsam bearbeitete, gab es die sehr gute
Note von 9,0. Wie Nanette Kaiser berichtete, war ein weiterer Faktor für das
gute Abschneiden die Ausgeglichenheit der Pferde: „Die waren richtig cool.“
Catjuscha, Heinzi, Filia und Ballermann präsentierten sich, als würden sie jeden
Tag in einer Halle mit 5000 Zuschauern geritten werden.
Foto ist von Iven Matthiessen:

Siegerehrung in großer Kulisse: Trainerin Nanette Kaiser (v.r.), Antoinette
und Ann-Kathrin von Prittwitz, Juli Biemann und Gerold Molsen vom Team der
Reitschule Dannenberg freuen sich über den vierten Platz im Bundesfinale des
Schulpferdecups.